Trainingsspiele

Aktive Rückrunde 2011/12

Stand: 08.02.2012

Junioren Rückrunde 2011/12

Stand: 08.02.2012

Geschichte

An die aktiven Spieler des FC Olten

Sportkameraden! Wir setzen voraus, dass Ihr mit Leib und Seele Fussballer seid. Darum seid Ihr auch unserem Verein beigetreten. Ihr habt dadurch neben der Betätigung in Eurem Lieblingssport auch ernste Pflichten übernommen, und Ihr sollt Euch eine Ehre daraus machen, diese restlos zu erfüllen.!

Die Spielkommission bedarf Eurer Mithilfe und muss aus diesem Grunde die dringende Erfüllung der folgenden Grundsätze verlangen:

01Regelmässige Teilnahme am Training. Gewissenhaftes Befolgen der Anweisungen von Trainer und Spielleiter. Während des Trainings ist stets die Weiterausbildung des eigenen Körpers und die Vervollkommnung der persönlichen Spielweise und derjenigen der Mannschaft vor Augen zu halten. Es darf nur in Sportstenue trainiert werden.

02Der Spieler vermeide ernsthaft schädigende Handlungen und Genüsse, die seine Form ungünstig beeinflussen könnten und gönne sich auch die zu körperlichen Höchstleistungen dringend notwendige Ruhe und den Schlaf.

03Eines aktiven Fussballers Ehrenpflicht besteht ohne Zweifel darin, sämtliche, vor allem aber die Meisterschaftsspiele seiner Mannschaft mitzumachen. Nur so wird es möglich sein, die Cupspiele ehrenvoll zu bestreiten. Wird ein Spieler aus notwendigen Gründen in eine untere Mannschaft eingeteilt, so erwarten wir von ihm die nötige Einsicht und dessen ungeachtet eine ganze Leistung. Spielern, die für den Sonntag zu einem Wettspiel aufgeboten sind, ist es von Freitag an bei Strafe von Disqualifikation am Wettspiel verboten, Fussball zu spielen.

04In der Woche vor angekündigtem Wettspiel ist es Pflicht des aktiven Spielers, seinen Sportsdress, insbesondere die Fussballschuhe, auf eventuelle Schäden zu prüfen und dieselben sofort zu beheben. Wir müssen verlangen, dass unsere Mannschaften zu Wettspielen stets sauber und ganz gekleidet antreten. Reserveschuhnestel, Ersatzzapfen und Handtuch gehören weiter zum Bestand der Reisetasche eines Fussballers. Wir richten den dringenden Wunsch an alle Aktiven, die kleinen, in die Strümpfe zu schiebenden Schienbeinschoner zu tragen.

05Der Spieler trete immer gut vorbereitet und beizeiten den Weg zur Bahn an. Er sei auch pünktlich zur Stelle bei Wettspielen am Wohnort selber.

06Der Fussballer wahre überall und in jeder Lage das Interesse seines Vereins und der ganzen Sportbewegung. Im Privatleben, im Geschäft, Schule und Familie und vor allem auf der Reise und auf dem Sportplatz. Er spiele fair, aber vergesse das Kämpfen nicht.

07Das Beste vom Guten: Seid Kameraden! - Es ist der Spielkommission schönster Wunsch, unsere Aktiven möchten diese 7 Gebote beherzigen und ihnen nachzuleben versuchen. Auf dass es ein freudiges und erfolgreiches Schaffen wäre, zum Gedeihen unseres lieben FC Olten!

Für die Spielkommission: Paul Aeschbach
(Aus dem Oltner Sportblatt Nr. 10/1924)

1909 bis 1934



Das unvergessliche Ehrenmitglied Paul Aeschbach erzählte:
Ende Januar 1910 hielt der Verein seine erste Generalversammlung ab, an welcher man sich bereits mit dem Abschluss einer Spielerversicherung befasste, was aber noch nicht genehm war. Weiter wurde die Abänderung der Klubfarben in blau-weiss (Oltner Stadtfarben) beschlossen. Im Februar 1910 trat der FC Olten dem Aargauisch-Solothumischen Fussballver-band bei und übernahm von der Baufirma Atzli & Jäggi das Krummacker-Spielfeld zum Preise von 150 Franken pro Jahr.

Schon im ersten Vereinsjahr entwickelte sich ein reger Sportbetrieb. Die Mitgliederzahl nahm ständig zu. Im November 1910 wurde der erste Vorstand bestellt mit Walter Sigrist als Präsident, Emil Meisterhans als Vizepräsident, Otto Bohrer als Sekretär, Karl Cordier als Kassier, Karl Mosch als Beisitzer. Die Saison 1910/11 bestritt der FC Olten mit vier Mannschaften. Inzwischen war das Krummacker-Spielfeld für den weit stärker gewordenen Sportbetrieb und infolge teilweiser Überbauung zu klein geworden, und es hiess, sich unverzüglich nach einem neuen Terrain umzusehen.

Wahrscheinlich das erste Foto des FC Olten (aufgenommen etwa im Jahre 1910). Auf dem Bild erkennen wir unter anderen: Werner Fehlmann, Paul Michel, Otto Bohrer, Emil Meisterhans, Eduard Wermelinger, Emil Flückiger, Arthur Troller, Charles Bernet, Oskar Zimmerli.

Am Wilerweg



Im Januar 1911 übernahm Paul Michel das Präsidium des Vereins, der im März jenes Jahres auf den Sportplatz am Wilerweg übersiedelte. Das neue Spielfeld stellte an den Verein starke finanzielle Opfer, so dass die Bezahlung der Miete nur dadurch möglich war, dass einige Mitglieder grössere finanzielle Beiträge leisteten. Das war jene schöne Zeit selbstloser, hingebender Arbeit für den Verein, wo beim Herrichten des Platzes und Materials alle Mitglieder -vom jüngsten Aktiven bis zum Vereinspräsidenten - freudig Hand anlegten und wo die Spieler nach dem Match sich im nahen Wilerbach waschen mussten.

An Ostem dieses Jahres bestritt der FC Olten erstmals ein internationales Spiel gegen Viktoria Mülhausen im Elsass. Von da an wurde der Spielbetrieb der Leitung einer mehrgliedrigen Spielkommission unterstellt. Die spielerischen Erfolge der ersten Mannschaft in der aargau-isch-solothumischen Meisterschaft (Serie-A-Meister) veranlassten den Verein, ein Gesuch um Aufnahme in den Schweizerischen Fussballverband einzureichen. Auf Empfehlung des FC Aarau gestattete die Delegiertenversammlung in La Chaux-de-Fonds das Mitspielen in der zweithöchsten Serie, der damaligen B-Klasse. Die Spiele ergaben jeweils bei 30 Rappen Eintrittsgebühr Matcheinnahmen von 25 bis 40 Franken.

Dem damaligen unter dem Motto "Ein Klub, ein Wille, ein Ziel" verfassten Jahresbericht des Präsidenten Paul Michel ist zu entnehmen, dass das KJublokal zufolge Verkaufs der "Krone" an die sozialdemokratische Partei, um die politische Neutralität zu wahren, in den "Sahnen" verlegt wurde, dass der Verein 50 Aktive und 130 Passive zählte, und die interessanteste Tatsache, dass die Jahresrechnung mit einem Plus von 30 Franken abschloss! Die Einnahmen betrugen 1200 Franken, die Ausgaben 1170 Franken.

Der Fussballsport in Olten fasste immer stärker Boden und zog trotz der Vorurteile der altem Garde je länger um so mehr hauptsächlich die männliche Jugend in seinen Bann. Damals führte der FC Olten noch keine Juniorenabteilung. So bildete sich denn ein Knabenverein, wieder unter dem Namen Young Boys Olten, der mit Bewilligung seines grossen Bruders den Wilerweg-Sportplatz benützen durfte und dessen Mitglieder mit Schulaustritt oder teilweise schon vorher dem FC Olten beitraten und später als erfolgreicher Nachwuchs in die erste Mannschaft eingestellt wurden.



1913/14 führte der Verein die Umzäunung des Wilerwegplatzes mit einer soliden Bretterwand und gleichzeitig die Erstellung eines Ankleide- und Kassahäuschens durch. Wie war man damals stolz auf dieses Werk, dessen Terrain, das den Einheimischen so sehr zusagte, für alle Besucherklubs ein heisser Boden war und Siege sehr wenige nach auswärts wanderten. Dank seines sandigen Charakters war er jederzeit gut spielbar. Dieser Platz wurde denn auch durch einen neuen Pachtvertrag für weitere acht Jahre gemietet. Um den Pachtzins sicherzustellen, wurden Aktien zu 20 Franken ausgegeben und vollzählig untergebracht. Nach beendigtem Bau des Bifangschulhauses wurde auf ein Gesuch an den Gemeinderat hin dem Klub ein Umziehlokal zur Verfügung gestellt und die Benützung der dortigen Douchenanla-ge an Wettspielsonntagen bewilligt.

Ausbruch des Weltkrieges im Sommer 1914
Der Verein berief im November dieses Jahres wieder eine Versammlung ein, wobei der damalige Präsident Paul Michel, angesichts der unabsehbaren Dauer des grossen Völkerrin-gens, die Mitglieder, wo sie auch sein möchten, ob daheim oder auf Grenzwacht, zu treuem Zusammenhalten aufforderte, eingedenk der Parole, die damals erst recht ihre volle Bedeutung rechtfertigte: "Alle für einen, einer für alle!" Vorerst ruhte jeglicher Sportbetrieb. Die finanzielle Lage des Vereins verschlechterte sich infolge der herrschenden Verhältnisse. Dem damaligen Bericht über die Finanzlage ist zu entnehmen, dass bei einer Schuld von 2500 Franken, Aktien im Betrage von 1300 Franken gegenüberstanden, also ein Passivsaldo von 1200 Franken resultierte. Ein vorsichtiges Finanzgebaren zeigte sich durch den Beschluss grösster Ausgabeneinschränkungen, deren schwerster Posten der Pachtzins von 400 Franken bedeutete. Es wurde einstimmig sofortige Wiederaufnahme des Spielbetriebes beschlossen.

Im Januar 1915 fanden denn auch wieder die ersten Freundschaftspiele statt, der Sportbetrieb erholte sich, und im Sommer dieses Jahres wurde die Aufnahme der Leichtathletik in das Tätigkeitsprogramm beschlossen. An der Generalversammlung im August herrschte eine optimistische Stimmung. Acht Mitglieder schenkten dem Verein ihre Aktien im Betrag von 400 Franken! Um die Schweizer Meisterschaft starteten damals für den FC Olten fünf Mannschaften: die erste in Serie B, zwei zweite in Serie C, und daneben bestand noch eine dritte, eine vierte und eine Seniorenmannschaft.

Im Frühling 1916 wurde eine Leichtathletikkommission bestellt. Unsere Mitglieder verzeichneten bereits Erfolge in mehreren Disziplinen anlässlich der ersten damaligen Meetings. Jene Zeit stand im Zeichen eines starken Mitgliederzuwachses. So wurden einmal an einer Sitzung 14 Aktive und Passive aufgenommen.

Die Daheimgebliebenen, hauptsächlich jüngere Mitglieder, mussten eines Tages mitansehen, wie ihr geliebter Wilerweg-Sportplatz plötzlich durch ein heute unverständliches, brüskes Vorgehen der damals bestehenden städtischen Fürsorgekommission der Kartoffelproduktion geopfert wurde, die jeden Einwand des Klubs ablehnte, auch eine Zurverfügungstellung ändern Pflanzlandes. Die Vereinsleitung erhob Rekurs an den Regierungsrat, weil die Fürsorgekommission wohl den Pachtzins, nicht aber die Amortisationsquote von 450 Franken per Jahr (Platzschuld) und die Verpflichtung der restlosen Wiederherstellung des Terrains übernehmen wollte. Fürsprecher Dr. Adrian von Arx nahm sich der Angelegenheit an. Dank seiner und Stadtammann Dr. Hugo Dietschis Bemühungen hatte die Gemeinde bzw. die Fürsorgekommission nebst dem Pachtzins die Amortisation und die Wiederinstandstellung in vollem Masse zu übernehmen. Das waren teure Kartoffeln!

Die Beschaffung des der Familie Hempele gehörenden Ersatzfeldes auf dem Eisweiher in Trimbach wollte die Gemeinde Trimbach verhindern, musste aber mangels jeder rechtlichen Grundlage den Rückzug antreten. Es waren damals schwere, aber dennoch unvergesslich schöne Zeiten, und jene harten Kämpfe um die Existenz des Klubs gehören zu den wertvollsten Erinnerungen und schlössen die Bande der sportlichen Kameradschaft unter den Mitgliedern nur noch enger. Nun setzte ein eiliges Herrichten des Eisweiherfeldes ein, was durch die Mitglieder selber freudig besorgt wurde.

Auch im Jahre 1918 blieb der Sportbetrieb infolge der vielen Einberufungen in den Militärdienst sehr bescheiden. Zu jener Zeit herrschte infolge Kohlenmangels nur ein reduzierter Bahnbetrieb. An Sonntagen waren alle Verbindungen eingestellt. Zu den Wettspielen mit Solothurn, Aarau usw. reiste die erste Mannschaft öfters per Break. Man wusste sich eben zu helfen und scheute keine Hindernisse. Schön war auch der Brauch, wie sich am Samstagabend jeweils fast alle Spieler und Vorstandsmitglieder, besonders aber die auswärts Domizilierten, im heimeligen Lokal im "Salmen" Rendezvous gaben.

Fussballplatz Hagmatte
Im April des Jahres 1919 konnte nach Überwindung vieler Schwierigkeiten das Hagmatte--Terrain bezogen werden. Das Klublokal wurde in das benachbarte Restaurant Grätzer verlegt. Auf Initiative des FC Olten fand in diesem Sommer das erste "Quer durch Olten" statt. Gleichzeitig wurde zusammen mit dem Turnverein Olten ein interner Leichtathletiktag durchgeführt, wobei das Tauziehen und die kurzen Strecken an den FC fielen und einige weitere Ehrenplätze belegt werden konnten. In dieser Saison wurden auch die internationalen sportlichen Beziehungen wieder aufgenommen und Spiele gegen Lahr, Haslach und Freiburg i-Br. ausgetragen. Der FC Olten war einer der ersten Schweizer Klubs, der den sportlichen Boykott, den die damaligen Siegerstaaten innerhalb der Fifa über Fussball-Deutschland verhängt hatten, durchbrach und Wettspielreisen nach Süddeutschland unternahm, wobei man den rührenden, gastlichen Empfang jenseits unserer Grenzen nie vergessen kann. Im Anschluss daran spielte dann der Lahrer Fussballverein in Olten und zog eine für damalige Verhältnisse einen Rekord bedeutende Zuschauermenge von 800 Personen auf das Terrain an der Hagmatte. Der Verein nahm einen erneuten spielerischen Aufschwung, so dass bei der darauffolgenden Schaffung der Promotionsklasse der FC Olten dank seiner günstigen Rangstelle als Drittplazierter seiner Gruppe auch seinerseits aufstiegsberechtigt wurde.

Vom Wilerfeld ins Kleinholz
Auf den Frühling 1920/21 datiert die Wiederherstellung des Wilerfeld-Sportplatzes und dessen Bezug unter gleichzeitiger Verlegung des Klublokals ins Hotel "Löwen". Der Aufschwung des Vereins hielt an. Der Mitgliederbestand war auf die Zahl 353 angewachsen. Der Verein stellte sieben Mannschaften ins Feld. Die erste Mannschaft wurde Gruppenmeister, qualifizierte sich über Oerlikon zürn Aufstiegskandidaten in die Serie A, unterlag jedoch in Luzern gegen Lugano mit 2:0. das dann seinerseits das Rennen machte und den FC Neumünster relegierte. Erstmals erreichte der finanzielle Umsatz an Einnahmen und Ausgaben 10000 Franken.

Anno 1921/22 wurde das Klublokal in der "Schmiedstube" bezogen. Die Platzverhältnisse am Wilerweg konnten den Bedürfnissen nicht mehr völlig genügen. Da eine Überbauung in naher Aussicht stand, wurde die Schaffung einer neuen Sportanlage ins Auge gefasst. In der folgenden Saison 1922/23 verpflichtete der Verein erstmals einen Berufstrainer, den Wiener Schrenk, für die Sommermonate.

Mit der freundlichen Unterstützung durch Bürgerammann Karl Meier konnte die Bürgergemeinde dazu bewogen werden, dem FC Olten das ihr gehörige Kleinholzareal für den Bau der geplanten neuen Sportanlage abzutreten. In diese Zeit fiel auch die Gründung einer Alt-Herren-Abteilung. Der eigentliche Initiant und Förderer der neuen Anlage, Otto Bohrer, im Verein mit seinem getreuen Helfer Architekt Karl Aebi, dem damaligen Spielführer der ersten Mannschaft, nahmen nach gründlichen, sachverständigen Vorbereitungen und nach den von Karl Aebi erstellten Plänen im Frühling und Sommer den Platzbau in Angriff, wobei die Klubmitglieder tätige Arbeit beim Erstellen der Kleinholz-Anlage, der Umzäunung, der Barrieren. und bei den Nivellierungsarbeiten in Hunderten von Arbeitsstunden leisteten, immer unter Führung der beiden Bauleiter, die mit dem guten Beispiel vorangingen und sich durch ihr Werk bleibende Verdienste geschaffen haben. Die Anlage erhielt ein Hauptspielfeld mit den Ausmassen 110x70 m, ein Trainingsfeld 90X45 m, Anlagen für Leichtathletik, ein steingebautes Ankleidehaus mit Heizung und Douchenanlage, ein Kassahaus und eine offene Tribüne mit 240 Sitzplätzen. Der Kostenpunkt der Anlage stellte sich trotz der von den Mitgliedern geleisteten Arbeit auf 30000 Franken, woran die Gemeinde Olten einen Betrag von 7000 Franken leistete.

Im September dieses Jahres, also 1923, erschien erstmals das Vereinsorgan des FC Olten. 1923/24. im Oktober, fand die Einweihung der neuen, prächtigen und sehr schön gelegenen Platzanlage statt mit einem grossaufgezogenen Turnier zwischen den Serie-A-Klubs Etoile La Chaux-de-Fonds, Concordia Basel und der einheimischen ersten Mannschaft. Das erste Tor auf der neuen Anlage schoss Hermann Kehrli, er gewann dadurch den dafür ausgesetzten Preis

Zu jener Zeit beteiligte sich die aus der Alt-Herren-Abteilung hervorgegangene Hockeysektion erstmals an der Meisterschaft des Hockeyverbandes und gründete im darauffolgenden Jahre bereits eine Damenhockeysektion.

1925/26 ergab sich an der Generalversammlung die Tatsache, dass der Verein in jener Saison bereits einen Umsatz von 24500 Franken Einnahmen und 23050 Franken Ausgaben zu verzeichnen hatte. Von da an datiert die Auszahlung von Reiseentschädigungen für Meisterschaftsspiele an sämtliche Mannschaften. Die erste Mannschaft stand damals unter dem Training des ungarischen Berufstrainers Konja, der gemeinsam mit dem FC Solothurn für jene Saison verpflichtet worden war, und wurde Meister ihrer Gruppe, strauchelte aber am FC Madretsch.



Im Mai 1927 vollzog sich der Anschluss des Schwimmclubs als Untersektion des FC Olten. Im Sommer wurde mit einem Kostenaufwand von 8000 Franken die Tribünenüberdachung und -erweiterung auf 500 Sitzplätze vorgenommen. Eine couragierte Tat war die damals ein grosses Risiko bedeutende Verpflichtung des ägyptischen Meisterklubs Arsenal Kairo, eine Veranstaltung von grösstem propagandistischem Wert und in finanzieller Hinsicht ein durchschlagender Erfolg, fand sich doch im Kleinholz eine Rekordzuschauermenge von 2500 Personen ein, um sich an den Leistungen der braunen und schwarzen Söhne vom Nil zu freuen. Im Dezember dieses Jahres erfolgte die Aufnahme des Skiklubs als Untersektion.

1928/29. Der Verein bestand nun aus folgenden Sektionen: Fussball, Hockey, Damenhockey, Leichtathletik, Schwimmen, Skifahren und der Juniorenabteilung. Es waren entschieden zuviel der Dinge, wie sich je länger umso mehr herausstellte, indem der Geschäftsgang recht schwerfällig wurde. Das rief an einer ausserordentlichen Generalversammlung nach Schaffung neuer, erweiterter Statuten, um den ausgedehnteren Vereinsverhältnissen besser Rechnung zu tragen. Die Namensänderung in Sportklub Olten wurde abgelehnt.

Die stark verjüngte erste Mannschaft wurde Gruppenmeister, scheiterte aber wiederum, diesmal am FC Luzern, anlässlich dessen Spiel im Kleinholz der Zuschauerrekord von 3300 Personen aufgestellt wurde. Leider floss jene ausserordentlich grosso Einnahme in die Verbandskasse. Schweres Missgeschick brach über den Verein herein, als in der Nacht vom 25. auf den 26. November 1928 ein selten heftiges Unwetter den Einsturz der Tribünenanlage verursachte. Der Schaden belief sich auf 3000 Franken. Freiwillige Beiträge und ein Propagandaspiel der Zürcher Grasshoppers leisteten die ersten Gelder für den Wiederaufbau.

Im Oktober kam die Liquidierung der Damenhockey- und Leichtathletiksektionen. 1929/30, unter dem Präsidium von Direktor Emil Bruggmann, wurden wegen allzu starker finanzieller Belastung des Klubs und Behinderung des Fussballbetriebes die Untersektionen Hockey, Ski und Schwimmen ebenfalls liquidiert. - Die sportfreundliche Seifenfabrik Sunlight stiftete zur alljährlichen Durchführung eines Turniers einen wertvollen Wanderpreis, den Sunlight-Cup. Die im Jahre 1930/31 erfolgte Dislokation der Sunlight nach Zürich hatte den bedauerlichen Wegzug mehrerer verdienter Vorstands- und weiterer Mitglieder zur Folge. Die Leitung des Vereins wurde wiederum dem bewährten Ehrenmitglied Otto Bohrer übertragen. Die erste Mannschaft erkämpfte sich die Gruppenmeisterschaft, qualifizierte sich über den FC Bözingen zum zentralschweizerischen Promotionsmeister und wurde in dieser Eigenschaft anlässlich der an der Delegiertenversammlung in Bern beschlossenen Änderung des Spielsystems in die Erste Liga promoviert. Damit war ein jahrelang angestrebtes Ziel endlich Wirklichkeit geworden.

1931/32. Im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Ersten Liga vermochte sich die erste Mannschaft erfolgreich zu behaupten. Sie erkämpfte sich die zweite Rangstelle der Gruppe Westschweiz. Gleichzeitig drang sie im Cup-Wettbewerb in die Achtelsfinals vor. Ganz unglücklich dagegen gestaltete sich die folgende Saison 1932/33. Die erste Mannschaft verlor Spiel um Spiel. Alle Anstrengungen, dem Abstieg zu entrinnen, waren vergebens. Trotz Schaffung einer Lichtanlage für Trainingsmöglichkeiten am Abend und Verpflichtung eines Berufstrainers und -Spielers wurde der Abstieg in die Zweite Liga Tatsache.

1933/34. Mit erfreulichem Optimismus setzte sich der Verein den unbedingten Wiederaufstieg innerhalb Jahresfrist zum Ziel, was denn auch dank eiserner Energie aller geschafft wurde, und zwar ohne Zuzug fremder, bezahlter Spieler, sondern mit eigenem Holz und aus eigener Kraft. Der ersten Mannschaft war es gelungen, dem Verein ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr die Zugehörigkeit zur Ersten Liga zurückzuerkämpfen und es daneben noch fertigzubringen, als Klub der Zweiten Liga, wiederum bis in die Achtelfinals des Schweizer Cups vorzustossen.

1934/35. Die erste Mannschaft nahm einen vielversprechenden Start und beendigte die Saison in der Kopfgruppe. Der Verein verfügte im Jubiläumsjahr über verhältnismässig zahlreiches und durchschnittlich gutes Spielermaterial und eine blühende Juniorenabteilung. Seine finanziellen Verhältnisse waren, gemessen an den schweren Zeiten, wenn auch nicht rosig so doch durchaus haltbar, der gesamte Vereinsbetrieb musste auf gesundem Boden. Der FCO zählte zu diesem Zeitpunkt 14 Ehren-, 41 Frei-, 205 Passiv-, 107 Aktivmitglieder und 42 Junioren, total 409 Mitglieder.

Matchbericht im Jahre 1923

Olten I gegen Nordstern Promotion Basel 6:4 (2:2).

Gelesen: im ersten Cluborgan des FC Olten (September 1923)
Gedacht: wie Zeiten und Schreibstil sich geändert haben! Red.
Unser lieber Trainer, Hr.Schrenk, schreibt: Olten greift sofort heftig an und erzielt bereits in der 7. Minute durch Kehrli das 1.Tor. Dobler fügt kurz darauf durch gut plazierten Schuss den 2. Treffer bei. Olten, weiter überlegen, muss daraufhin durch einen unglücklichen Kopfstoss des Verteidigers H. Moll ein Eigengoal hinnehmen. Die Gäste, dadurch aufgemuntert, Olten hingegen deprimiert (ein Fehler), kommen mehr und mehr auf, und dem Halblinken gelingt, allerdings durch etwas schwachen Schuss, der Ausgleich. Der Oltner Keeper, Steinmann, hatte sich schlecht plaziert.

Nach der Halbzeit ist Olten wiederum in Front und geht durch Kehrli in Führung. Doch nicht lange währt der Vorsprung; durch Allein-Verschulden des Oltner Torwartes, welcher einen aufs Tor zukommenden Ball über seinen Kopf hinweg ins Goal gleiten lässt, gleicht Basel wiederum aus. Der Platzinhaber lässt aber nicht nach. Dobler schiesst im Alleingang, hart bedrängt von Basels Verteidiger, das 4. Goal, dem gleich darauf Kehrli einen 5. Treffer beifügte. Noch einmal erheben sich die Basler Vertreter; nach einer gut geschlagenen Ecke (Corner) erzielen sie ihren 4. Erfolg. Kehrli geht allein durch, überspielt alles, kommt frei ins Goal und schiebt den Ball in die Ecke. Ein verdienter Sieg Oltens; zeitweise sah man nette Kombinationszüge, doch klappt die Sache natürlich noch nicht. Steinmann befangen, Pius Moll sehr brav, ebenso Aebi, Dobler. Den Baslem fehlte das Schussvermögen.

Mannschaft: Steinmann, H.Moll, P.Moll, J.Burkhardt, K. Aebi, A.Plüss, O.Cartier, H. Kehrli, Zila, E. Dobler, 0. Schenker.


 

 

 

 

 

 

 

 

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