Zofingen zu stark für dezimiertes Olten

Der FC Olten verliert am neunten Spieltag der 2. Liga inter zu Hause gegen den SC Zofingen mit 2:5

Zofingens Trainer Nicola Nocita war es fast unangenehm, den 5:2-Auswärtssieg seiner Elf zu kommentieren. «Wir kamen nie in Gefahr, dieses Spiel aus der Hand zu geben. Es war ein Klassenunterschied», sagte der ehemalige Spieler des FC Olten. «Das sieht ein Blinder, dass bei uns im Moment die Qualität nicht reicht», äusserte sich Oltens Trainer Flavio Catricalà nach der vierten Niederlage in Folge. Die Erklärung dafür sei simpel: «Uns fehlen im Moment sieben Stammspieler, eine ganze Achse. Es ist wie verhext. In dieser Verfassung können wir gegen einen SC Zofingen nicht punkten.»

von Raphael Wermelinger — Nordwestschweiz

Obwohl Zofingen das Geschehen auf dem Platz dominierte, allerdings nur bis zum gegnerischen Sechzehner, blieben die Oltner lange Zeit im Spiel. Auf das 0:1, eine schöne Einzelaktion von Julio Sant Anna mit einem satten Abschluss ins Lattenkreuz, reagierten die Oltner knapp fünf Minuten später mit dem Ausgleich. Giovanni Gerardis Freistosskracher aus 25 Metern passte genau in die Torecke. Gleiches galt für Michal Rakovans Freistoss vier Minuten später, welcher den Zofingern eine 2:1-Pausenführung bescherte.

Erstes Tor durch Sonntagsschuss

«Oltens erstes Tor war ein Sonntagsschuss, beim zweiten Gegentreffern befanden wir uns im Tiefschlaf», meinte SCZ-Trainer Nocita nach dem Spiel. In der 51. Minute liessen die Zofinger Oltens Miro Golob die Hereingabe von Patrick Schalt praktisch ungedeckt zum 2:2 einnicken. «Es war wichtig, dass wir darauf eine Antwort fanden und das Spiel am Ende diskussionslos gewinnen konnten. Nur die drei Punkte zählen», so Nocita. Robert Majics Steilpass ermöglichte es Stürmer Sant Anna in der 57. Minute, die Gäste mit seinem zweiten persönlichen Treffer des Tages zum dritten Mal in Führung zu schiessen.

Diesmal konnten sich die Oltner nicht mehr aufrappeln. Rund zehn Zeigerumdrehungen später brachten die Thutstädter die drei Punkte ins Trockene. Sant Anna liess seinen Bewacher stehen, umkurvte Oltens Goalie Thomas Husi und schob zum 4:2 ein. Kurios war das fünfte Tor des SCZ in der letzten Minute der regulären Spielzeit: Rakovans Direktabnahme von der Strafraumgrenze aus traf den eingewechselten Mitspieler Nedim Brzina und prallte von diesem unhaltbar in die Maschen.

«Zofingen hatte eigentlich nicht viele klare Torchancen», ärgerte sich Oltens Trainer Catricalà. «Sant Anna machte aus keiner Chance drei Tore. Diese hat er sich erarbeitet, das muss man neidlos anerkennen.» Trotz der Niederlage konnten seine Spieler erhobenen Hauptes vom Platz gehen, stellte er klar. Im Gegensatz zur 1:6-Klatsche vor einer Woche gegen Dietikon habe diesmal die Einstellung gestimmt: «Sie haben gekämpft und versucht, dagegenzuhalten. Es war eine ehrliche Leistung meiner Mannschaft.» Obwohl die Oltner in den letzten sieben Spielen nur zwei Punkte holten, sei die Stimmung im Team gut. «Wir müssen weiterarbeiten. Ich hoffe, dass wir die Spieler, die gesund sind, noch gesund in die Winterpause bringen. Danach wirds dann wieder ganz anders aussehen.»

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